Kann mich mein Arbeitgeber beim Rauchstopp unterstützen?

Verfasst von der HILFEFÜRMICH-Redaktion und aktualisiert am 01.09.2020

Unternehmen können einiges für die Gesundheit ihrer Beschäftigten tun. Viele Arbeitgeber haben inzwischen erkannt, dass die Zahl der Krankheitstage ihrer Mitarbeiter sinkt und die Leistungsfähigkeit steigt, wenn nicht geraucht wird. Somit hat auch der Arbeitgeber durchaus Interesse daran, die Raucherquote unter seinen Beschäftigten zu reduzieren.

In erster Linie sind dabei Angebote hilfreich, die die Belegschaft beim Rauchstopp unterstützen. So haben im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sogenannte Tabakentwöhnungskurse sehr guten Zulauf. Meist werden sie vom Betriebsarzt organisiert und betreut. In der Regel stellt das Unternehmen die Räume zur Verfügung und bezahlt auch die Teilnahmegebühren für seine Mitarbeiter. Üblicherweise findet der Kurs während der regulären Arbeitszeit statt. Ihr Arbeitgeber unterstützt Ihren Rauchstopp in diesem Fall also sowohl mit Zeit als auch mit Geld. Das in Deutschland am weitesten verbreitete Programm ist das sogenannte Rauchfrei Programm, das vom Institut für Therapieforschung (IFT) in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entwickelt wurde. Es setzt neueste wissenschaftliche Erkenntnisse um und arbeitet nach den aktuellen therapeutischen Ansätzen.

Eine betriebliche Raucherberatung kann auch von anderen speziell geschulten Vertrauenspersonen wie etwa Mitarbeitenden des Sozialdienstes, des Betriebsarztes oder Betriebsräten übernommen werden. Sie stehen Ihnen dann für sämtliche Fragen rund um das Thema Rauchstopp und der Tabakentwöhnung zur Verfügung. Größere Betriebe kooperieren manchmal mit einer Krankenkasse.

Betriebliche Aufklärungsarbeit über die gesundheitlichen Risiken des Rauchens ist ebenfalls eine Form der Unterstützung, von der Sie profitieren können. Das können beispielsweise Informationstage zum Thema Rauchen, Artikel in der Mitarbeiterzeitung, Aufklärungsmaterial sowie Vorträge auf einer Betriebsversammlung sein. Selbst der Verzicht auf Zigarettenautomaten und den gewerbsmäßigen Verkauf von Tabakerzeugnissen im Betrieb und auf dem Werksgelände sind unterstützende Maßnahmen, die zu Ihrem Rauchstopp beitragen können.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber, welche Unterstützungsmöglichkeiten er eventuell anbietet. Vielleicht gibt es sogar noch weitere Aufhörwillige unter den Kollegen. Im Übrigen werden Mitarbeiter-Präventionskurse über das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) für Firmen steuerlich gefördert.