Was ist eine chronische Bronchitis?

Verfasst von der HILFEFÜRMICH-Redaktion und aktualisiert am 06.11.2019

Es gibt zwei Arten von Bronchitis: die akute und die chronische Bronchitis. Die akute Bronchitis wird in der Regel durch eine virale oder bakterielle Infektion verursacht und heilt normalerweise ohne irgendwelche Komplikationen.

Eine chronische Bronchitis hingegen ist ein ernstzunehmendes Zeichen für eine schwere Lungenkrankheit. Rauchen zählt zu den Hauptursachen der chronischen Bronchitis. Diese kann im Anfangsstadium zwar meist noch geheilt werden, im fortgeschrittenen Stadium jedoch nicht mehr. Dann kann ihr Voranschreiten nur verlangsamt und ihre Symptome gelindert werden.

Die Krankheit entwickelt sich langsam und kann verschiedene Verläufe annehmen. Manche Patienten haben nur geringe Beschwerden. Es kann allerdings auch zu schweren Verläufen mit einer sogenannten chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) kommen. COPD ist nicht heilbar und geht mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität einher. Die Risiken einer COPD können Sie unter der Frage "Was ist eine COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung)?" nachlesen.

Bei der chronischen Bronchitis, im Volksmund auch Raucherhusten genannt, handelt es sich um eine dauerhafte Entzündung der Bronchien. Diese dienen der Weiterleitung der Luft in die Lungenalveolen, wo der Gasaustausch von Sauerstoff und Kohlendioxid erfolgt. Bronchien sind von dem sogenannten Flimmerepithel, einer besonderen Zellschicht, bedeckt. Dieses Flimmerepithel hat die Aufgabe, Fremdkörper und Keime aus den Lungen zum Rachen hin abzutransportieren, um die Lunge rein zu halten. Durch das Einatmen von giftigen Reizstoffen, wie Zigarettenrauch, kommt es zu einer Reizung und Entzündung der Schleimhaut in den Atemwegen. Dadurch kann das Flimmerepithel die Lunge nicht mehr sauber halten. Infolgedessen kommt es zu einer noch stärkeren Entzündungsreaktion und somit zu einer chronischen Bronchitis mit Schleimproduktion, welche ständigen Hustenreiz verursacht.

Symptome können u. a. Keuchen, Husten mit Schleimauswurf, Atemnot, Schmerzen in der Brust und anhaltende Müdigkeit sein. Typischerweise kommt es morgens beim Raucher sehr zu starken Abhusten, tagsüber lässt der Reiz über viele Stunden nach. Ist die chronische Bronchitis bereits fortgeschritten, tritt der Husten allerdings auch in Ruhephasen auf.

Falls Sie vermuten, an einer chronischen Bronchitis zu leiden, sollten Sie unmittelbar Ihren Arzt aufsuchen. Der beste Weg, um die Entstehung der chronischen Bronchitis zu verhindern, ist aber, erst gar nicht anzufangen zu rauchen. Menschen, die bereits an chronischer Bronchitis leiden, sollten unbedingt aufhören, zur Zigarette zu greifen, und auch das Passivrauchen möglichst vermeiden. Die Symptome können sich so wieder bessern oder sogar ganz verschwinden. Darüber hinaus verbessern Raucher, die den Tabakkonsum aufgeben, nicht nur ihre Lungenfunktion, sondern auch ihre allgemeine Gesundheit und ihr Wohlbefinden.

Das Internetportal Chronische Bronchitis bietet Betroffenen und Angehörigen Wissenswertes zur Entstehung, Diagnose und Therapie der Erkrankung.

 „Durch Rauchen und Passivrauchen verursachte Atemwegs- und Lungenerkrankungen“ ist ein Informationsblatt vom Deutschen Krebsinformationszentrum (dkfz), das über die Gesundheitsrisiken von Tabak informiert.

Hintergründe und Fakten der chronischen Bronchitis werden auch auf www.bronchitissymptome.de eingehend erläutert.

Die Deutsche Lungenstiftung e.V. hat ein Faltblatt „Chronische Bronchitis“ mit Informationen zur Erkrankung und den Beschwerden herausgegeben.