Wie funktioniert ein künstlicher Darmausgang?

Verfasst von der HILFEFÜRMICH-Redaktion und aktualisiert am 01.09.2020

Bei einem künstlichen Darmausgang (in der Fachsprache: Stoma) wird während einer Operation eine Öffnung durch die Haut nach außen angelegt, die dauerhaft oder vorübergehend sein kann. Das Wort „Stoma“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Mund“ oder „Öffnung“.

An dieser Öffnung wird ein sogenannter Stomabeutel befestigt, der die Ausscheidungen aufnimmt, und es erfolgt keine natürliche Ausscheidung über den Darm.

Die häufigste Form des künstlichen Darmausgangs ist das Kolostoma. Dabei wird das Ende des Dickdarms durch die Bauchdecke nach außen gezogen und als Stoma auf dem Bauch sichtbar. Eine seltene Form ist das Ileostoma. Dies wird meist im letzten Abschnitt des Dünndarms kurz vor dem Übergang zum Dickdarm angelegt. Dabei wird der Dünndarm im rechten Unterbauch durch die Bauchdecke gezogen und mit der Bauchhaut vernäht.

Eine genaue Beschreibung der Unterschiedlichen Stomaformen finden Sie hier.

Alles rund um das Thema Stoma finden Sie bei der Selbsthilfeorganisation „Ilco“ und dem Selbsthilfeportal „Stoma-Welt.de“.