Wie kann COVID-19 behandelt werden?

Eine COVID-19-Erkrankung kann unterschiedliche Symptome hervorrufen. Nach der Infektion können Beschwerden wie Fieber und Husten auftreten oder auch eine Beeinträchtigung von Geruchs- und Geschmackssinn. Wenn die Krankheit einen schweren Verlauf nimmt, kann sie eine Lungenentzündung verursachen und weitere Organe wie Herz, Blutgefäße, Nervensystem oder Nieren betreffen. Außerdem ist COVID-19 auch eine Gefahr für die psychische Gesundheit.

Die Art der Behandlung hängt vom individuellen Krankheitsverlauf ab. Bei einem milden Verlauf reicht es in der Regel aus, sich zu schonen und je nach Bedarf die auftretenden Symptome wie Husten oder Fieber zu behandeln. Bei Patient:innen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben, kann zudem eine antivirale Behandlung im frühen Krankheitsstadium sinnvoll sein.

Wichtig ist, dass man sich nach einer Infektion zu Hause isoliert, damit möglichst niemand angesteckt wird.

Bei schweren Verläufen ist eine stationäre Behandlung im Krankenhaus nötig. Viele Patient:innen benötigen Sauerstoff, manche müssen maschinell beatmet werden.

Für die Prävention und Behandlung von schweren Verläufen stehen unterschiedliche Medikamente zur Verfügung. Einige werden als Tabletten verabreicht, andere als Infusion über die Vene gegeben.

Weitere Informationen zur Behandlung finden Sie auf dem Gesundheitsportal gesund.bund.de des Bundesministeriums für Gesundheit.

Das Robert Koch-Institut (RKI) bietet einen Überblick zur Diagnose und Therapie von COVID-19, der regelmäßig aktualisiert wird.

Ab welchem Alter sollten Eltern ihre Kinder beim Arztgespräch mitreden lassen?

Kranke Kinder sollten in jedem Alter mitreden dürfen. Je älter sie sind, desto wichtiger ist es natürlich, die Perspektive der jungen Patient:innen zu hören und zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere bei älteren Kindern und Jugendlichen.

Beim Übergang von der Pädiatrie zur Erwachsenenmedizin – der sogenannten „Transitionsphase“ – ist es besonders wichtig, das Erfahrungswissen der jungen Patient:innen einzubeziehen und ihnen ein Gefühl der Selbstbestimmung zu vermitteln, um den weiteren therapeutischen Weg erfolgreich zu gestalten.

Wie kann man sich am besten auf das Arztgespräch vorbereiten?

Sie können einiges dafür tun, damit die Kommunikation mit dem medizinischen Personal gut funktioniert.

Vor dem Arztgespräch, egal ob es vor Ort in der Praxis, am Telefon oder per Video-Call stattfindet, sollten Sie sich genügend Zeit nehmen, um das Gespräch in Ruhe vorzubereiten.

Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen:

  1. Nicht vergessen: Zum Gesprächstermin alle vorhandenen Arztberichte („Krankenakte“) mitbringen oder zu Hause bereitlegen, und, falls möglich, zeitlich sortiert.
  2. Die vorhandenen Beschwerden strukturiert und präzise vortragen. Beginnen Sie mit den Punkten, die aus Ihrer Sicht am wichtigsten sind.
  3. Vor dem Gesprächstermin sollten Sie alle Fragen aufschreiben, die Sie im Gespräch stellen möchten.
  4. Im Arztgespräch sollten Sie alle Punkte ansprechen, die Ihnen wichtig sind.
  5. Sie sollten nachfragen, sobald Sie etwas nicht verstanden haben.
  6. Während des Gesprächs ist es sinnvoll, Notizen zu machen. Diese können später helfen, sich an alles zu erinnern.

Hier finden Sie weitere Tipps für Ihr Arztgespräch und für die Vorbereitung einer Videosprechstunde.

Ein kurzer Film des Karikaturisten Werner Tiki Küstenmacher fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

Weitere Informationen und Hinweise für die Vorbereitung des Arztgesprächs bietet eine Broschüre des Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS).

Wo finden die Untersuchungen statt? Muss ich ins Krankenhaus?

Antigen-Schnelltests und PCR-Tests finden meist in einer Arztpraxis oder in einem spezialisierten Testzentrum statt.

Blutabnahmen und Urinproben finden in der Regel in der Arztpraxis statt, häufig in der Hausarztpraxis. Auch einfache bildgebende Verfahren wie Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen können in Arztpraxen durchgeführt werden.

Für eine Computertomografie (CT) müssen Sie meist eine radiologische Praxis oder ein Krankenhaus aufsuchen. In der Regel können Sie die Arztpraxis oder das Krankenhaus noch am Tag der Untersuchung wieder verlassen.

Weitere Informationen zur Diagnostik bietet das Robert Koch-Institut.

Welche Untersuchungen werden nach einem positiven Coronatest durchgeführt?

Ob nach einem positiven Coronatest weitere Untersuchungen durchgeführt werden, hängt vom Krankheitsverlauf ab.

Bei milden Verläufen mit geringen Symptomen reicht es häufig aus, wenn man zu Hause bleibt, soziale Kontakte meidet und sich schont. Zusätzliche Untersuchungen sind bei milden Verläufen selten notwendig.

Bei mittelschweren oder schweren Verläufen kann es zu Atemnot und Fieber kommen. In der Regel werden dann zusätzliche Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt, um andere Erkrankungen, z. B. Influenza oder bakterielle Infektionen, auszuschließen.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung können zusätzliche Blutuntersuchungen nötig sein, um z. B. die Nieren- und Leberfunktion zu kontrollieren.

Auch bildgebende Verfahren können eingesetzt werden: z.B. Röntgenaufnahmen von Brust- und Bauchraum (sogenannter Röntgen-Thorax) und Untersuchungen der Lunge mittels Computertomographie (CT).

Weitere Informationen zur Diagnostik bietet das Robert Koch-Institut.

Mein Corona-Schnelltest ist positiv. Was soll ich jetzt tun?

Wenn Ihr Schnelltest positiv ist, sollten Sie sich freiwillig isolieren, soziale Kontakte vermeiden und Ihre Kontaktpersonen informieren.

Nach einem positiven Schnelltest sollten Sie sich an eine Arztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden, um die nächsten Schritte zu besprechen. Häufig wird ein PCR-Test durchgeführt, um das Ergebnis des Schnelltests zu überprüfen. In bestimmten Fällen gilt aber schon der positive Schnelltest als ausreichender Nachweis einer SARS-CoV-2-Infektion.

Wenn der PCR-Test das positive Ergebnis des Schnelltests bestätigt, müssen Sie sich isolieren und soziale Kontakte vermeiden.

Außerdem sollten Sie sich ärztlichen Rat zu den weiteren Möglichkeiten der Behandlung holen. Der weitere Verlauf der Behandlung hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, z. B. Alter, Krankheitsverlauf und Vorerkrankungen.

Weitere Informationen zu Coronatests finden Sie auf der Website infektionsschutz.de von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Weitere Informationen zu den therapeutischen Möglichkeiten finden Sie in der Rubrik „Behandlung“.

Mein Antigen-Schnelltest ist negativ. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich trotzdem infiziert bin?

Antigen-Schnelltests erkennen recht zuverlässig, ob jemand eine hohe Viruslast hat und dementsprechend sehr infektiös ist. Dies gilt sowohl für Antigen-Selbsttests, die man zu Hause durchführt, wie auch für Antigen-Schnelltests in einem Testzentrum.

Aber bei kleinen Virusmengen, etwa in den ersten Tagen einer Infektion oder bei Infektionen von geimpften Personen, sind Antigen-Schnelltests weniger zuverlässig, weil die Sensitivität (Empfindlichkeit) zum Nachweis von kleinen Virusmengen häufig nicht ausreicht. So kann es zu falsch-negativen Ergebnissen kommen.

Hinzu kommt, dass die Empfindlichkeit der Tests je nach Hersteller und Produkt unterschiedlich ist. Manche Tests erkennen kleine Virusmengen, andere nicht. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat die Sensitivität von 122 im Handel erhältlichen Antigen-Schnelltests überprüft und die Ergebnisse hier veröffentlicht.

Ein weiterer Grund für falsche Ergebnisse ist, dass bei der Durchführung der Tests häufig Fehler gemacht werden. Lesen Sie vor einem Selbsttest deshalb bitte sorgfältig die Gebrauchsanleitung und halten Sie sich genau an das vorgeschriebene Verfahren.

Es kann auch vorkommen, dass ein Schnelltest ein falsch-positives Ergebnis zeigt. In diesem Fall bringt erst der folgende PCR-Test die Gewissheit, ob eine SARS-CoV-2-Infektion vorhanden ist oder nicht.

Weitere Informationen zu Coronatests finden Sie auf der Website infektionsschutz.de von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) finden Sie weiterführende Informationen zur Sensitivität von Antigen-Schnelltests.

Eine ausführliche Anleitung zur Anwendung von Selbsttests finden Sie beim Robert Koch-Institut.

Was ist ein PCR-Test?

Der PCR-Test, auch Labortest genannt, ist der zuverlässigste Test zum Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2.

Der PCR-Test wird von geschultem Personal durchgeführt. Für den Test wird durch den Mund eine Probe von den Schleimhäuten aus dem Rachen oder durch die Nase aus dem Nase-Rachen-Raum genommen. Dieser wird anschließend im Labor untersucht.

Bei der Untersuchung der Probe wird eine sogenannte Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain reaction, PCR) eingesetzt, mit der man Erbgut des Virus vervielfältigen kann. Dadurch kann man ein Virus nachweisen, auch wenn es nur in geringen Mengen im Körper vorhanden ist.

Ein PCR-Test kann zur Abklärung eines Infektionsverdachts durchgeführt werden, wenn zuvor ein Schnelltest ein positives Ergebnis geliefert hat oder wenn jemand deutliche Symptome für eine SARS-Cov-2-Infektion aufweist.

Darüber hinaus sind PCR-Tests auch in bestimmten Alltagssituationen vorgeschrieben, z. B. vor der Aufnahme in ein Krankenhaus oder vor manchen Flugreisen.

Die Durchführung einer PCR dauert einige Stunden. Deshalb kann es häufig einen Tag oder länger dauern, bis das Ergebnis eines PCR-Tests vorliegt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website infektionsschutz.de von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).